Kappt keine Bäume!

Warum Kappungen den Bäumen schaden.

Was ist eine Kappung? Kappung ist ein rücksichtsloses Einkürzen eines Astes zu einem Stummel. Die häufigste Ursache dieser baumschädigenden Maßnahme ist Baumgröße zu reduzieren. Kappen ist NICHT geeignet für eine Höhenreduktion. Langfristig sind gekappte Bäume unsicher – im Vergleich zu fachgerecht ausgeführten Reduktionsschnitten.

Kappen stresst Bäume: Kappungen entfernen 50 bis 100 % der Laubmasse eines Baumes. Für einen Neuaustrieb muß der Baum auf eingelagerte Energiereserven zurückgreifen um zu Überleben und so schnell wie möglich neue Laubmasse bilden.
Die großen Schnittwunden nach der Kappung bieten allen Angreifern offenes Kern- und Splintholz. Ein solcherart malträtierter Baum ist anfällig für Krankheitserreger und Infektionen und zieht Schadinsekten wie den Borkenkäfer an. Der Baum hat zu wenig Reserven um seine Wunden chemisch abzuschotten.

Wenn die Wunden nicht zu groß sind, kann der Baum sie schnell überwallen. Knapp außerhalb des Astkragens, wo der Ast angewachsen ist, ist die günstigste Stelle für einen Astschnitt.
Beim fachgerechten Schnitt auf Astring schottet der Baum die Wunde schnell und effektiv ab.

Kappungen verursachen Fäulen: Irgendwo stumpf abgeschnittene Äste hinterlassen Stummel, die zurücktrocknen oder absterben. Diese Wunden kann der Baum nicht schließen. Das Holz wird von Pilzen und Bakterien allmählich zersetzt. Bei großen und zahlreichen Wunden zeigt der Baum oft nur noch schwache vitale Reaktion. Der Baum ist krank und geschwächt. So kann sich Fäule beinahe ungehindert ausbreiten.

Kappen kann zu Sonnenbrand führen: Die Baumkrone produziert tausende von Blättern, die das Sonnenlicht absorbieren und den Baum mehr oder weniger beschatten. Wird die Blattmasse entfernt, trifft Sonnenlicht auf Aststummel und Stamm. Durch Hitze und UV-Bestrahlung stirbt das lebende Gewebe unter der Borke ab. Dadurch entstehen bei Bäumen mit dünner Borke große Wunden.

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